Allgemeine Informationen

Mathematik

Wesentliches Ziel der standardisierten kompetenzorientierten Reifeprüfung in Mathematik ist die Sicherung mathematischer Grundkompetenzen an Österreichs AHS. Der vor diesem Hintergrund entwickelte Katalog zu den Grundkompetenzen ist Ausgangs- und Bezugspunkt eines auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unterrichts und einer zeitgemäßen, lernfördernden Leistungsbeurteilung im Unterrichtsgegenstand Mathematik.

Inhaltliche Basis der Prüfungsaufgaben in Mathematik ist der im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) von Fachexpertinnen und Fachexperten erarbeitete

Mathematische Grundkompetenzen beschreiben einen Kernbereich, der aufgrund fachlicher und gesellschaftlicher Relevanz als grundlegend und unverzichtbar gilt. Es handelt sich dabei – wie beim Lehrplan oder bei den Bildungsstandards der Sekundarstufe I – um das Ergebnis von Aushandlungsprozessen.

Im Sinne der bildungstheoretischen Orientierung liegt der Fokus der standardisierten kompetenzorientierten Reifeprüfung auf dem reflektierten Grundwissen und dessen flexibler Nutzung in Kommunikationssituationen. Dabei sollen jene grundlegenden Kompetenzen sichtbar gemacht werden, die Schülerinnen und Schülern im Unterrichtsgegenstand Mathematik jedenfalls vermittelt werden sollten.

Prüfungs- und Beurteilungsmodell

Die standardisierten Klausuren in Mathematik beinhalten unterschiedliche Formen von Aufgabenstellungen:

  • Typ-1-Aufgaben sind Aufgaben, die auf die im Katalog angeführten Grundkompetenzen fokussieren. Bei diesen Aufgabenstellungen sind kompetenzorientiert (Grund-)Wissen und (Grund-)Fertigkeiten ohne darüber hinausgehende Eigenständigkeit nachzuweisen.

  • Typ-2-Aufgaben sind Aufgaben zur Anwendung und Vernetzung der Grundkompetenzen in definierten Kontexten und Anwendungsbereichen. Es handelt sich dabei um umfangreichere kontextbezogene oder auch innermathematische Aufgabenstellungen, bei denen eine selbstständige Anwendung von Wissen und Können erforderlich ist.

Ein Klausurheft enthält 24 Typ-1-Aufgaben und vier bis sechs Typ-2-Aufgaben, welche jeweils in zwei bis sechs Teilaufgaben unterteilt sein können. Für die Bearbeitung der Aufgaben stehen insgesamt 270 Minuten an reiner Arbeitszeit zur Verfügung.

Typ-1-Aufgaben

Den Typ-1-Aufgaben („Grundkompetenzen“) kommt im Rahmen der schriftlichen Klausur eine wesentliche Rolle zu. Sie stellen den gemäß Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) definierten „wesentlichen Bereich“ dar und decken verschränkt Grundkompetenzen ab. Dazu kommen einzelne Komponenten von Typ-2-Aufgaben, die ebenfalls noch für die Überprüfung der Grundkompetenzen herangezogen werden.

Typ-2-Aufgaben

Die Typ-2-Aufgaben („Anwendung und Vernetzung von Grundkompetenzen“) stellen die „(weit) über das Wesentliche hinausgehenden Bereiche“ dar.

Beurteilung

Lehrerinnen und Lehrer erhalten am Tag der Klausur genaue Anleitungen zur Korrektur und Beurteilung. Zum einen werden für jede Aufgabe präzise Lösungserwartungen zur Verfügung gestellt, zum anderen ermöglicht ein Lösungsschlüssel die Einordnung der Kandidatenleistung in das vorgegebene Beurteilungsschema.

Die Aufgaben im Teil 1 werden mit 0 Punkten oder 1 Punkt bzw. 0 Punkten, ½ oder 1 Punkt bewertet. Aufgaben, bei denen die Vergabe von halben Punkten möglich ist, sind mit [0/½/1 Punkt] ausgewiesen. Der Nachweis der Grundkompetenz soll bei der Punktevergabe im Vordergrund stehen. Die zu erreichenden Punkte pro Aufgabe sind bei jeder Teil-1-Aufgabe im Aufgabenheft angeführt. Jede Teilaufgabe im Teil 2 wird mit 0, 1 oder 2 Punkten bewertet.

Begleitmaßnahmen

Vom BMBWF und seinen Projektpartnerinnen und -partnern koordinierte Begleitmaßnahmen sollen die optimale Vorbereitung aller Lehrenden und Lernenden auf die standardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung in Mathematik sicherstellen.

Dazu zählen unter anderem:

Einsatz elektronischer Hilfsmittel

Im § 18 Abs. 3 der Prüfungsordnung AHS wurden ab dem Haupttermin 2018 gewisse Minimalanforderungen für elektronische Hilfsmittel folgendermaßen festgelegt:

Bei der Bearbeitung beider Aufgabenbereiche sind der Einsatz von herkömmlichen Schreibgeräten, Bleistiften, Lineal, Geo-Dreieck und Zirkel sowie die Verwendung von einer Formelsammlung, die vom zuständigen Regierungsmitglied für die Klausurarbeit freigegeben wird, und elektronischen Hilfsmitteln zulässig. Die Minimalanforderungen an elektronische Hilfsmittel sind grundlegende Funktionen zur Darstellung von Funktionsgraphen, zum numerischen Lösen von Gleichungen und Gleichungssystemen, zur Ermittlung von Ableitungs- bzw. Stammfunktionen, zur numerischen Integration sowie zur Unterstützung bei Methoden und Verfahren in der Stochastik.

Darüber hinaus ist für die Dauer der Prüfung die Verwendung elektronischer Hilfsmittel zur Kommunikation (z. B. via Internet oder Mobilfunknetzwerken) mit anderen unzulässig.

Kontakt

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Team Mathematik: mathematik.ahs.srdp@bmbwf.gv.at.